27.08.2026
33 Interessierte pro Haus: So hart umkämpft ist der Immobilienmarkt im Zürcher Oberland
33 Interessierte pro inseriertem Einfamilienhaus: Wie es um Angebot, Nachfrage und Preise auf dem Immobilienmarkt im Zürcher Oberland steht, weiss kaum jemand so genau wie Nicolas Schnetzer, Leiter der Region Zürich Nord bei der Walde Immobilien AG.
Auf den ersten Blick mag es überraschen: Nicolas Schnetzer ist ein waschechter St. Galler. Doch wer mit ihm über den Markt in Zürich Nord spricht, merkt schnell, dass er sein Gebiet in und auswendig kennt. «Die Marktdynamik unterscheidet sich von Gemeinde zu Gemeinde teils erheblich», erklärt er. «Preise, Nachfrage, Käuferschaft, das ist in Uster ein anderes Bild als in Kloten oder den umliegenden Gemeinden. Genau dieses Detailwissen macht am Ende den Unterschied für unsere Kundinnen und Kunden.»
Seit zehn Jahren ist Nicolas Schnetzer bei Walde tätig, seine Region kennt er entsprechend genau. «Es ist meine Passion», sagt er ohne zu zögern. Diese Leidenschaft zeigt sich auch in den Zahlen des vergangenen Jahres: Rund 800 Besichtigungen führte sein Team durch. Das absolute Highlight jedoch: Die von seinem Team vermittelten Immobilien erzielten zusammen einen Verkaufswert von über CHF 100 Millionen.
Hinter diesen Zahlen stehen für Nicolas Schnetzer vor allem Menschen und ihre Geschichten. «Die schönsten Momente erlebe ich, wenn ich eine Liegenschaft in neue Hände geben darf», erzählt er. «Da stecken oft viele Emotionen und viele Geschichten dahinter. Am meisten freut es mich, wenn diese Geschichte so weitergehen darf, wie sich die Kundschaft das wünscht, und wenn sie sich bei uns aufgehoben fühlt.»
Marktberichte für 62 Gemeinden
Walde Immobilien untersucht in seinen Marktberichten insgesamt 62 Gemeinden in der Deutschschweiz und liefert damit fundierte Zahlen zu Angebot, Nachfrage und Preisentwicklung. Besonders spannend zeigt sich der Blick auf Uster und Pfäffikon, die beiden Gemeinden im Zürcher Oberland, die in Nicolas Schnetzers Marktgebiet liegen. Die folgenden Zahlen stammen aus dem aktuellen Marktbericht dieser Region.
Uster: Knappes Angebot, hohe Nachfrage
In Uster ist das Angebot an Einfamilienhäusern knapp: Die Angebotsquote, also der Anteil der zum Verkauf stehenden Objekte gemessen am gesamten Wohnungsbestand, liegt leicht unter dem kantonalen Durchschnitt von 1.3 Prozent. Freie Einfamilienhäuser sind damit ein rares Gut in Uster. Auf der Nachfrageseite zeigt sich das Gegenstück zu diesem knappen Angebot. Auf ein inseriertes Einfamilienhaus in Uster kommen im Schnitt 23 Interessierte. «Diese Nachfrage spüren wir bei jeder Besichtigung», sagt Nicolas Schnetzer. «Wer heute in Uster eine passende Liegenschaft findet, sollte sich zügig entscheiden können. Für Verkäuferinnen und Verkäufer bedeutet das aber auch eine sehr komfortable Ausgangslage.»
Auch preislich unterstreicht der Markt diese Dynamik. Ein typisches Einfamilienhaus in Uster kostet derzeit rund 1.8 Millionen Franken und liegt damit leicht über dem kantonalen Median von 1.7 Millionen Franken. Im 4. Quartal 2025 stiegen die Preise für Einfamilienhäuser in Uster um 4.1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Uster hat sich preislich sehr stark entwickelt, das freut unsere Verkäuferschaft natürlich», ordnet Nicolas Schnetzer ein. «Gleichzeitig sehen wir das als Verpflichtung, unseren Kundinnen und Kunden eine realistische und marktgerechte Einschätzung zu geben, gerade in einem so dynamischen Umfeld.»
Pfäffikon: Kleinerer Markt, ähnlich hohe Nachfrage
Auch die Nachbargemeinde Pfäffikon zeigt eine ähnlich angespannte Situation, wenn auch mit eigenen Ausprägungen. Auf der Nachfrageseite ist der Druck in Pfäffikon sogar noch ausgeprägter als in Uster: Auf ein inseriertes Einfamilienhaus kommen dort im Schnitt 33 Interessierte. Preislich zeigt sich Pfäffikon zurückhaltender als Uster: Im 4. Quartal 2025 stiegen die Preise für Einfamilienhäuser dort um 2.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Pfäffikon tickt spürbar anders als Uster, auch wenn die beiden Gemeinden nahe beieinander liegen», sagt Nicolas Schnetzer. «Genau das macht meine Arbeit so spannend, man muss beide Märkte im Detail kennen, um Kundinnen und Kunden richtig beraten zu können.»
Mit dieser Haltung und seinem fundierten lokalen Marktwissen steht Nicolas Schnetzer mit seinem Team Eigentümerinnen und Eigentümern in der Region Zürich Nord kompetent zur Seite.